IBM baut massiv Stellen ab

In IBMs Chipfabrik: Der Technologie-Konzern will sparen und trennt sich im großen Stil von Mitarbeitern. Dennoch wolle man weiter in wichtige Technologien investieren. Quelle: IBM
In IBMs Chipfabrik: Der Technologie-Konzern will sparen und trennt sich im großen Stil von Mitarbeitern. Dennoch wolle man weiter in wichtige Technologien investieren. Quelle: IBM

Laut Bloomberg hat IBM jetzt damit angefangen, Mitarbeiter in den USA zu entlassen. Von den Stellenstreichungen betroffen sind angeblich alle Ebenen bis hin zu Führungskräften.

Ein Analyst Schätzt, dass IBM weltweit 6000 bis 8000 Stellen abbauen will. Das entspricht etwa zwei Prozent der weltweiten Belegschaft von 434.246 Mitarbeitern.

Die Berechnung von Laurence Balter, Analyst bei Oracle Investment Research, basiert laut Bloomberg auf den durch den Personalabbau entstehenden Kosten für die Restrukturierung. Diese sollen sich inklusive Abfindungen auf eine Milliarde Dollar belaufen. Diese Zahl wiederum stammt von Lee Conrad, Koordinator der Mitarbeitervereinigung Alliance@IBM. Ihm zufolge haben bisher 121 Angestellte von IBMs Systems and Technology Group eine Kündigung erhalten.

Die Entlassungen sind Teil eines Sparprogramms, das IBM im April bei der Vorlage seiner Bilanz für das erste Quartal angekündigt hatte. “Angesichts unserer Leistung im ersten Quartal gehen wir jetzt davon aus, dass wir den Großteil unserer Personalanpassungen für dieses Jahr im zweiten Quartal vornehmen werden. Im vergangenen Jahr haben wir sie über die Quartale verteilt”, teilte IBM mit.

Die Kosten in Höhe von einer Milliarde Dollar bedeuten Bloomberg zufolge auch, dass IBM 2013 mehr Geld für den Personalabbau ausgibt als in den Vorjahren. 2012 wendete IBM dafür 803 Millionen Dollar auf. 2011 waren es sogar nur 440 Millionen Dollar.

Von IBM Deutschland liegt derzeit noch keine Stellungnahme dazu vor, in weit Deutschland von den Einsparmaßnahmen betroffen ist. Man kommentiere grundsätzlich keine Spekulationen. IBMs offizielle Sprachregelung dazu lautet:  “Veränderung ist eine Konstante in unserer Branche, Transformation gehört zu unserem Geschäftsmodell. Ein gewisser Grad an Remix in der Belegschaft ist daher ein steter Teil unseres Geschäfts. Wir werden weiterhin in neue Skills und Fähigkeiten investieren, um den Marktanforderungen gerecht zu werden.”

Dem Bericht zufolge setzt IBM auch bei Leiharbeitern den Rotstift an. Das in Philadelphia ansässige Zeitarbeitsunternehmen CDI wies demnach die Beschäftigten im Mai an, die Arbeitsstunden zu reduzieren. IBM habe zu dem Zeitpunkt erklärt, es setze Zeitarbeiter ein, um die Arbeitskosten bei Kundenprojekten im Bereich Informationstechnologien zu steuern.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de und Manfred Kohlen, ITespresso.de]

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Redaktion

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