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Drama um SCO und Linux

Der amerikanische Softwarehersteller SCO hat seine Drohung mit Klagen auf Patenrechtsverletzungen verschärft. Rund 1500 der weltweit größten Firmen hat das angeschlagene Unternehmen jetzt angeschrieben, um sie davor zu warnen, das Open-Source-Betriebssystem Linux einzusetze. Darin seien Programmbestandteile enthalten, auf die SCO Lizenzrechte geltend machen wolle. Wer Linux verwende, werde deshalb von SCO verklagt, heißt es.

Auch wenn SCO finanziell offenbar schwer angeschlagen ist, steckt dahinter nach Meinung von Analysten nicht mehr der Versuch, tatsächlich zweifelhafte Lizenzrechte zu Geld zu machen. Vielmehr sei das als letzter Hilferuf zu verstehen, SCO doch endlich zu übernehmen, heißt es.

Dafür hat die Ankündigung von Anfang März, IBM auf eine Schadenersatzsumme von 1 Milliarde Dollar zu verklagen, offenbar nicht ausgereicht. Das Kalkül, meinen Beobachter in den USA, gehe nun dahin, die Unternehmen unter Druck zu setzen, die auf Linux nicht mehr verzichten können und denen ein langwieriger Rechtsstreit um das Betriebssystem sehr ungelegen wäre – bei IBM ist das sicher der Fall.

SCO, früher Caldera, hat gerade zum ersten Mal in seiner Unternehmensgeschichte einen operativen Gewinn von 4 Millionen Dollar ausgewiesen, bei einem Quartalsumsatz der bei 21 Millionen lag – deutlich weniger als erwartet.

Silicon-Redaktion

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