Categories: MobileUnternehmen

Ringback-Töne – Betreiber wittern neue Goldgrube

Nachdem der Markt für Klingeltöne weitgehend erschlossen ist, wollen die Mobilfunkbetreiber noch mehr Musik in die Handys stecken. ‘Ringback’-Töne sollen der Schlüssel zu einem weiteren laut piependen Milliardenmarkt sein, hoffen nach den Providern in Asien auch die Mobilfunker in den USA und Europa. Dabei ertönen Ringback-Melodien anstatt dem üblichen Freizeichen, bis der Angerufene abhebt. Handy-Besitzer können ihre Anrufer so mit einem individuellen Freizeichen-Melodie überraschen.
Pionier auf diesem Gebiet war bereits vor zwei Jahren der südkoreanische Mobilfunkbetreiber SK Telecom, ihm folgt jetzt Verizon Wireless in den USA. Dort stehen auch andere Betreiber bereits in den Startlöchern für einen Dienst, von dem sie sich einen ähnlichen Boom versprechen, wie er von den Klingeltönen ausgelöst wurde.

Verizon Wireless will für den Service eine monatliche Grundgebühr von 99 US-Cent, und für jeden heruntergeladenen Song zusätzlich 1,99 Dollar – dafür können Handybesitzer unter 2200 Songs wählen, bei Bedarf für jeden Gesprächspartner einen anderen. Die südkoreanische SK-Telecom verdient mit diesem Geschäftsmodell immerhin 8 Millionen Dollar pro Monat.

In Europa wird die Ringback-Welle von der Telekom-Tochter T-Mobile angeführt, die vor rund einem Jahr den Service ‘Soundlogo’ eingeführt hatte. Nach eigenen Angaben hat der Konzern bislang 500.000 Kunden in Großbritannien, Deutschland und der tschechischen Republik. Vodafone Deutschland, die spanische Telefonica und die schwedische Tele2 haben zwar bereits ähnliche Services eingeführt – die Ausbeute ist allerdings eher mager.

Im ganz Westeuropa würden Ringback-Dienste in diesem Jahr insgesamt nur rund 16 Millionen Dollar einbringen, sagte Ovum-Analystin Michele Mackenzie. Sie rechnet auch nicht damit, dass Ringback-Töne einen ähnlichen Erfolg wie Klingeltöne haben werden.

Silicon-Redaktion

Recent Posts

Studie: Rund ein Drittel der APIs sind ungeschützt

Angriffe auf APIs und Webanwendungen sind zwischen Januar 2023 und Juni 2024 von knapp 14…

5 Tagen ago

Universitätsmedizin Essen setzt für E-Mail-Sicherheit auf NoSpamProxy

Mit täglich über 45.000 eingehenden E-Mails ist die IT-Abteilung des Klinikums durch Anhänge und raffinierte…

5 Tagen ago

Bau-Spezialist Schöck: Migration von SAP ECC ERP auf S/4HANA

Bau- und Fertigungsspezialist investiert in die S/4HANA-Migration und geht mit RISE WITH SAP in die…

6 Tagen ago

Pure Storage: Cloud, KI und Energieeffizienz

Trends 2025: Rasante Entwicklungen bei Automatisierung, KI und in vielen anderen Bereichen lassen Unternehmen nicht…

1 Woche ago

GenKI verbessert Datenmanagement und Angebotsgenauigkeit

DHL Supply Chain nutzt generative KI-Anwendungen für Datenbereinigung und präzisere Beantwortung von Angebotsanforderungen (RFQ).

1 Woche ago

Rolls-Royce Power Systems nutzt industrielle KI aus der IFS Cloud​

Marke mtu will globale Serviceabläufe optimieren und strategische Ziele hinsichtlich Effizienz, Nachhaltigkeit und Wachstum unterstützen.

1 Woche ago