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Mandriva arbeitet an kontextbasierter Oberfläche

Nepomuk ist in diesem Falle kein Brückenheiliger, sondern ein Projekt der Europäischen Union, bei dem Forscher, Entwickler und die Industrie gemeinsam einen so genannten sozialsemantischen Desktop entwickeln wollen. Darunter versteht das Team eine kollaborative Nutzerumgebung, über die neben individuellen Daten auch andere Informations-Kanäle genutzt werden können.

Jetzt teilt der französische Linux-Distributor Mandriva mit, dass die EU das Tochterunternehmen EDGE-IT im Rahmen des Projektes mit 1,8 Millionen Euro unterstützt. Insgesamt stellt die Behörde 17 Millionen Euro für das Vorhaben bereit, an dem unter anderem auch SAP, IBM und Thales mitwirken.

Informationen sollen mit den neuen Desktop strukturiert und automatisiert aufbereitet werden. Diese Informationen sollen kontextbezogen und nicht hierarchisch gespeichert werden, ähnlich, wie das menschliche Gehirn Informationen abspeichert. Nepomuk wird verschiedene Tools und Umgebungen integrieren, so etwa KDE, Gnome, Mozilla oder Eclipse. EDGE-IT wird dabei die Aufgabe übernehmen, APIs für die einzelnen Tools in NEPOMUK zu entwickeln.

“NEPOMUK wird revolutionäre Anwendungen hervorbringen. Der sozialsemantische Desktop bietet eine großartige Gelegenheit, die von der aktuellen Technologie bereitgestellten Funktionen zur Wissensverbreitung zu erweitern. Bisher wird nur ein kleiner Teil der gemeinsamen Leistungsfähigkeit der Computer unserer Welt wirklich ausgenutzt”, erklärt François Bancilhon, CEO von Mandriva. “Dank Nepomuk wird jedermann sowohl über neue Wege zur Informationsbeschaffung als auch durch kollaborative Verarbeitung der Informationen weit mehr von der Arbeit mit dem Computern profitieren als bisher.”

Silicon-Redaktion

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