So sollen ab 2008 alle, die jährlich mehr als 100 Verkäufe mit einem Volumen von mindestens 5000 Dollar tätigen, bei der Finanzbehörde IRS gemeldet werden. Für die Staatskasse könnte das Mehreinnahmen in Höhe von 2 Milliarden Dollar bedeuten, wie die Financial Times berichtet. Ebay hat gegen diese Pläne bereits mit einer Kampagne reagiert.
Lobbyisten glauben, dass das Finanzministerium und die Steuerbehörde der USA die Grenzen ihrer Autorität ausdehnen, indem sie die Regeln, die für Zwischenhändler gelten, auf Ebay übertrügen.
Zudem bevorzuge das Vorhaben Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsmodellen wie etwa das Portal für Kleinanzeigen Craigslist. Indem Ebay oder andere Online-Auktionshäuser gezwungen werden, Kunden zu melden, sei zu erwarten, dass diese ihre Geschäfte auf andere Plattformen verlagern, warnen Kritiker.
Auch in Europa sind die Steuerbehörden hinter nicht gemeldeten Ebay-Händlern her. Großbritanniens Finanzbehörde hat kürzlich eine groß angelegte Plakatkampagne gestartet, die Ebay-Händler mahnt, ihre Steuern zu zahlen. Oliver Süme, Vorstand des Verbands der deutschen Internetwirtschaft (Eco), hält nicht viel davon, Ebay für seine Händler in die Verantwortung zu nehmen.
“Jeder ist gesetzlich verpflichtet ein Gewerbe anzumelden, wenn er eines betreibt. Es besteht daher keine Grundlage, Ebay in die Pflicht zu nehmen.” Dass es zu einer ähnlichen Verordnung in Deutschland kommt, glaubt Süme nicht. “Wenn es zu einer Bestimmung kommt, dann auf EU-Ebene, was ich mir aber auch nicht vorstellen kann und es wäre auch nicht wünschenswert.”
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