Deutschland litt im Februar am meisten unter Malware

Trotz verschärfter Gesetze fluten die Verbreiter von Schadsoftware weiter das Web. Im aktuellen ‘Intelligence Report’ von MessageLabs beispielsweise heißt es, dass “die erfolgreiche Verbreitung der Valentinstag-Malware im Februar wieder gezeigt hat, dass diese Vorgehensweise nach wie vor sehr effektiv ist”.

Gemeint sind saisonale Anlässe wie der Valentinstag, der auch in diesem Jahr wieder eine Malware-Flut produzierte. “Es ist sehr zu begrüßen, dass die Regierungen weltweit versuchen, das Spam- und Botnet-Problem anzugehen. Dennoch werden wir auch in Zukunft damit rechnen müssen, dass die Spammer immer innovativere und auf bestimmte Zielgruppen abgestimmte Techniken hervorbringen werden”, sagte Mark Sunner, Chief Security Analyst bei MessageLabs.

So soll in Singapur die ‘Spam Control Bill’ mit Strafandrohungen bis zu 650.000 Dollar bei der Eindämmung helfen und auch in den USA existieren vergleichbare Normen. Noch haben die aber keine nennenswerte Wirkung gezeigt – was aber nicht heißt, dass sie nicht, bei konsequenter Umsetzung, effektiv sein können. Immerhin wurden schon Hacker gefasst, zuletzt acht Männer in China, die für den Wurm-Ausbruch W323/Fujacks verantwortlich gemacht werden.

‘Zunehmende Aktivitäten’ verzeichnete der Sicherheitsanbieter auch bei neuen Malware-Varianten. Fast 44 Prozent der gesamten abgefangenen Schadsoftware war neu. Deutschland litt unter dem Ansturm am meisten. Hier nahmen die Angriffe um 2,07 Prozent zu, was einer von 25,5 Mails entspricht. Vor allem der Bildungssektor war gebeutelt.

Auch bei Kasperskys Viren-Hitliste haben sich im Februar verstärkt Viren-Modifikationen auf die vorderen Plätze gedrängelt. Besonders aktiv war die Wurmfamilie Zhelatin, die insgesamt sechs der neun Neueinsteigerplätze in den Top 20 einnehmen. Der als überaus gefährlich eingestufte ‘Warezov’ machte dann doch schlapp und blieb hinter einer Bagle-Variante, die er zu überholen gedachte.

Silicon-Redaktion

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