Gabriel denkt über Öko-Siegel für Computer nach

Gabriel will sich dabei zunächst an der Ökodesign-Richtlinie der Europäischen Union orientieren. Die EU-Richtlinie, die bis August dieses Jahres von den Mitgliedstaaten umgesetzt werden muss, definiert einen Rahmen, wie Käufer von Elektrogeräten über deren Umweltverträglichkeit und Energieeffizienz informiert werden müssen.

Der Minister will die Mindeststandards bis spätestens 2008 für einzelne Produktgruppen ausarbeiten lassen. Neben dem Energiesparfaktor für Computer – auch für Drucker, Telefone, Router, Scanner, Netz- und Multifunktionsgeräte – hält er es zudem für notwendig, zusätzlich Kriterien wie “die Eignung für Recyclingpapier, niedriger Feinstaub-Ausstoß und geringe Geräuschentwicklung” mit einzubeziehen, so Gabriel gegenüber Welt Online. Die Komponenten verbrauchten in Deutschland etwa sechs Prozent des Stroms, “Tendenz steigend”.

Eine Pflicht-Kennzeichnung per se für den Stromverbrauch habe er aber nicht im Sinn. “Im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie sollte diese Informationspflicht aber ernsthaft geprüft werden”, sagte Gabriel. Experten sehen das anders. Für sie sei eine Pflichtkennzeichnung am besten geeignet, heißt es. Beispielsweise müsse sie darüber informieren, wie viele Kilowattstunden das Gerät pro Woche verbraucht, damit der Verbraucher einen Vergleich habe zu anderen energiesparenderen Geräten, beschrieb Christoph Mordziol, Energie-Experte des Amts in Dessau, das Ansinnen der Fachleute.

Silicon-Redaktion

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