Nokia forciert Nahfunktechnik in Handys

Der NFC-Chip kann etwa in Verbindung mit Bluetooth genutzt werden. Mithilfe der Nahfunktechnik können Bluetooth-Geräte gekoppelt werden, indem man sie aneinander hält. Die Eingabe einer PIN entfällt.

“NFC-fähige Mobiltelefone wie das 6212 classic werden die Art und Weise verändern, wie die Nutzer mit Geräten und Diensten in ihrer Umgebung umgehen”, sagte Jeremy Belostock, Leiter NFC bei Nokia. “Mit dem Handy können die Telefonbesitzer durch einfaches Berühren ihrer Geräte Visitenkarten oder Kalendereinträge austauschen.”

Abseits des Produktspektrums von Nokia sind NFC-fähige Geräte jedoch rar gesät. “Aktuell gibt es zum Beispiel von BenQ sowie von Kyocera NFC-Produkte”, sagte Alexander Tarzi, Sprecher des NFC-Entwicklers NXP Semiconductors.

Nokia ist Gründungsmitglied des NFC Forum und engagiert sich auf diesem Gebiet stark. NFC wird zudem im Rahmen einiger Feldversuche getestet. Die erste reguläre Installation gibt es im Großraum Wien, wo Fahrkarten oder Snacks mit dem Handy gekauft werden können.

Bis die Technologie jedoch in vielen elektronischen Geräten integriert sein wird, kann es noch einige Zeit dauern. Als Bremse für die Verbreitung der Technik habe sich die Standardisierungsdiskussion erwiesen, so Tarzi. Dabei scheiden sich die Geister bei der Frage, wo die NFC-Funktionen gehostet werden – entweder auf der SIM-Karte oder in einem eigenen NFC-Bereich am Gerät.

“Das hat vor allem deshalb Relevanz, weil damit festgelegt wird, wer Rechte hat, Applikationen zu starten und Services freizugeben”, so Tarzi. Sei diese Frage einmal gelöst, werden viele Hersteller die Funktechnik in ihre Produkte integrieren, gibt sich der NXP-Sprecher überzeugt.

Das 6212 ist mit dem von Nokia entwickelten Betriebssystem Series 40 ausgestattet und verfügt zudem über eine Zwei-Megapixel-Kamera, ein Radio sowie einem Media-Player. Der Akku liefert Energie für bis zu 300 Stunden im Standby-Modus und für 3,3 Stunden Gesprächszeit. Das 88 Gramm schwere Handy verfügt über ein QVGA-Display. Der eher kleine interne Speicher ist mit 22 Megabyte bestückt und lässt sich per MicroSD-Karte auf vier Gigabyte aufrüsten. Das Gerät soll im dritten Quartal auf den Markt kommen.

Silicon-Redaktion

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