HD DVD vs. Blu-ray

Gleich nach dem ehemaligen Computerhersteller Gateway belegt die HD DVD den dritten Platz in der Rangliste der erfolglosesten Produkte. Der Standard zog nach einem millionenschweren Marketingduell gegenüber Blu-ray den Kürzeren. Der Hauptgrund lag wohl daran, dass Sony einfach besseres Lobbying betrieb und so die Filmstudios auf seine Seite ziehen konnte. Da Sony selbst auch ein großes Filmstudio besitzt, dürfte hier ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil zum Tragen gekommen sein. Einziger Trost ist, dass auch der Blue-ray Standard bislang nicht besonders erfolgreich ist.


Die HD DVD hat den sechs Jahre andauernden Kampf mit Blu-ray verloren.
Foto: bluerayfreak.com

VoIP & Satellitenradio

Auf Platz vier folgt eine, in Europa eher unbekannte, VoIP-Firma. Vonage war der Pionier des Voice-over-IP. Das Unternehmen hat es jedoch schwer gegen Unternehmen wie Skype, welches inzwischen schon 405 Millionen registrierte Nutzer hat. Weitere eher unbekannt Produkte und Unternehmen, die es dennoch in die Rangliste geschafft haben, sind das Satellitenradio Sirius XM (Platz 6) und der Satellitentelefonieexperte Iridium (Platz 9).

YouTube

Auf einen stolzen Platz 5 hat es überraschenderweise das Videoportal YouTube gebracht. Jetzt fragt man sich, warum das größte Internet-Videoportal hier auftaucht. Ganz einfach: dem Portal fehlt das Geschäftsmodell. Bis März 2009 sahen 99,7 Millionen UserInnen 5,9 Milliarden Videos und das alleine in den USA. Google investierte 1,65 Milliarden Dollar in den Kauf der Plattform und “die Chancen stehen nicht schlecht, dass Google diese Summe nie wieder hineinbekommen wird”. Bis jetzt hat es YouTube nicht geschafft sich über Werbung auch nur annähernd zu finanzieren, bezahlte Inhalte wurden trotz der enormen Nutzerzahlen und des Contents nicht umgesetzt.

Page: 1 2 3

Silicon-Redaktion

View Comments

  • Da fehlt noch etwas Marktkenntnis ...
    Der Hinweis auf den vermeintlichen Flop Intel Itanium geht dann doch ein wenig an der Realität vorbei ...

    Bei Intel wäre man wohl mit dem Klammersack gepudert, wenn man das High End - Produkt Itanium gegen die X86 - Massenware positionieren würde. Man adressiert unterschiedliche Märkte mit unterschiedlichen Produkten die unterschiedliche Qualitäten und auch unterschiedliche Preise haben. Klarerweise sind dann auch die Stückzahlen unterschiedlich, entscheidend ist aber letztendlich ob mit dem Produkt Gewinn gemacht wird. Dies ist bei Itanium der Fall.

    Der Kunde hat auch was davon: In Bezug auf Datenintegrität oder auch Schutz gegen Hackerangriffe hat Itanium einige Vorteile zu bieten. So gesehen wäre manches Unternehmen gut beraten zu überlegen, ob kritische Appplikationen auf X86 - Hardware wirklich gut aufgehoben sind.

    Reine Stückzahlenvergleiche sagen wenig über die Daseinsberechtigung von Produkten aus. Auf unseren Straßen fahren auch viel mehr PKWs als LKWs, ohne dass man das Aussterben letzterer befürchten müßte ...

Recent Posts

RansomHub übernimmt kriminelles Erbe von LockBit & Co.

Laut ESET-Forschern hat sich die Gruppe RansomHub innerhalb kürzester Zeit zur dominierenden Kraft unter den…

1 Woche ago

GenKI: Deutsche Firmen international nur Mittelmaß

Damit hängt die hiesige Wirtschaft beim Einsatz der Technologie zwar nicht zurück, ist jedoch auch…

1 Woche ago

RedCurl-Ransomware attackiert Hypervisoren

Bitdefender-Labs-Analyse der ersten digitalen Erpressung von RedCurl zeigt, dass Angreifer lange unentdeckt bleiben wollen und…

1 Woche ago

Wenn Hacker Backups deaktivieren

Backup-Systeme haben in der Vergangenheit eine Art Versicherung gegen Angriffe geboten, doch Hacker versuchen nun,…

1 Woche ago

Hochwasserschutz mit Maschinellem Lernen

Forschende des Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  entwickeln erstes nationales Vorhersagemodell für kleine Flüsse.

1 Woche ago

So viel investieren Deutsche in Cybersicherheit

Im Schnitt werden zum Schutz privater Geräte 5,10 Euro im Monat ausgegeben. Viele verzichten selbst…

2 Wochen ago