Energiemanagement der Zukunft

Im Fraunhofer-Zentrum in Kaiserslautern soll eine Forschungs- und Demonstrationsanlage entstehen. Sie besteht aus Solaranlage, Blockheizkraftwerk und Elektromobilen. Rechnergesteuerte Leitstände sollen Gebäudeautomation und Assisted-Living-Systeme ermöglichen. Finanziert wird das Vorhaben aus Mitteln des Konjunkturprogramms der Bundesregierung sowie durch Zuschüsse des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums.

“Wir verbinden in der Forschungsanlage im Fraunhofer-Zentrum eine Kraft-Wärmekopplung eines Blockheizkraftwerks mit moderner Photovoltaik. Auch die Abwärme unserer Rechenzentren fließt als Energiequelle in das System mit ein”, sagt Professor Frank Bomarius vom IESE. Herz der Anlage – und wesentlicher Forschungsgegenstand – ist ein rechnergestütztes Energiemanagementsystem mit intelligenter Softwaresteuerung.

Der Aufbau der Anlage am Fraunhofer-Zentrum ist mit einem kleinen Industriebetrieb vergleichbar, der Testverbraucher ist das Institut selbst. “Damit können wir kleinen Unternehmen zeigen, wie ihr Energiemanagement der Zukunft aussehen kann, beziehungsweise welche Produkte und Dienstleistungen in diesem Bereich in Zukunft gefragt sein werden. Insbesondere auch Handwerker können sich hier informieren, wie übergreifende Lösungen aussehen werden.”

Doch lässt sich auch der Fuhrpark in die neuen Energiemanagementsysteme integrieren? Um diese Frage zu untersuchen, setzen die Wissenschaftler Autos mit Hybridantrieb in der Forschungsanlage ein. Geeignete Softwareplattformen für Energiemanagementsysteme und Schnittstellen zu Geräten beziehungsweise Anlagen, Ansätze zur Automatisierung des Energiemanagements sowie zur Benutzerinteraktion werden die ersten Forschungsaufgaben des Projekts sein.

Bomarius: “Energiemanagementsysteme werden in Zukunft verglichen mit dem heutigen Stand wesentlich komplexer sein, da sie stärker vernetzt sind. Wir erarbeiten Konzepte und Methoden, mit denen diese Anlagen optimal funktionieren, maximal betriebssicher sind und sich ein Stück weit ohne Zutun des Anwenders selbst organisieren.”

Silicon-Redaktion

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