Der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island hat bei seinen Ausbrüchen am 15. April und am 21. März 2010 große Mengen an Asche und Schwefeldioxid in die Atmosphäre geschleudert. Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werten aktuelle Satellitenaufnahmen aus und untersuchen die Auswirkungen der Eruptionen auf die Atmosphäre.
“Vulkane gehören zu den ‘globalen Luftverschmutzern’. Gase und Aschepartikel können häufig bis zu 15 Kilometer und mehr in die Atmosphäre katapultiert werden. Sie werden dann mit der großräumigen Strömung oft über viele tausend Kilometer transportiert”, berichten die Atmosphärenforscher Dr. Michael Bittner vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) und Dr. Hans Volkert vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre in Oberpfaffenhofen.
Zusammen mit seinem Team leitet DLR-Wissenschaftler Bittner aus Messungen von Umweltsatelliten wie dem europäischen MetOp-A-Satelliten und dem amerikanischen NOAA-19 Satelliten Informationen ab, die Aufschluss über Verlauf und Gestalt der gigantischen Aschewolke südöstlich von Island geben. So erlaubt beispielsweise das Instrument GOME-2 (Global-Ozon-Monitoring-Experiment) an Bord von Metop-A die Beobachtung des Ozons in der Atmosphäre.
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