Theseus: Eine Zwischenbilanz

Innerhalb des IKT-Forschungsvorhaben entwickeln 60 Partner neue Technologien für das Internet der Dienste. Anlässlich des acatech-Symposiums ‘Internet der Dienste’ appellierte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) nun an die Wirtschaft, die Ergebnisse zügig in innovative Anwendungen umzusetzen. Die Wissenschaft forderte er auf, die kommerzielle Verwertbarkeit der Technologien zu prüfen, Industriepartnerschaften zu suchen und den Technologietransfer mit Neugründungen von Firmen zu beschleunigen.

“Heute haben wir vielversprechende Ideen aus den sechs Anwendungsszenarien gesehen”, sagte acatech-Präsident Henning Kagermann. “Nun gilt es, zum Abschluss des Programms in zwei Jahren diese guten Ideen erfolgreich an den Markt zu führen.”


Von links: Jim Hagemann Snabe, Co-CEO SAP, Herrmann Requardt, Vorstand Siemens,
Bernd Pfaffenbach, Staatssekretär BMWi, Henning Kagermann, Präsident acatech
Foto: David Ausserhofer

Im Anwendungsszenario Texo wird so USDL (Unified Service Description Language) entwickelt. Bislang haben alle Online-Marktplätze eigene Beschreibungen für ihre Online-Dienste – ein Internet der Inseln. Wer im Urlaub eine Autopanne hat, muss auf verschiedene Plattformen zurückgreifen, um Informationen über Werkstätten, Gutachter, Restwertbörsen oder Rechtsanwälte zu finden. USDL durchbricht diese starren Strukturen – denn es wird ermöglicht, Dienste marktplatzunabhängig zu beschreiben und anzuwenden.

Ein Ziel von Theseus ist es, offene Schnittstellen bereitzustellen. So startete Ordo das Open-Source-Projekt ‘Semantic Information Logistic Architecture’ (SMILA), das Ansätze zur Gestaltung der Informationslogistik in serviceorientierten Architekturen zum Testen und Weiterentwickeln zur Verfügung stellt. SMILA bietet ein Framework, um semantische Applikationen mit aktuellen Web-Standards zu implementieren.

Silicon-Redaktion

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