Einige Apps von verschiedenen chinesischen Download-Seiten sind offenbar mit Malware infiziert, die auf Android 2.3, Codename Gingerbread, abzielt. Damit ist diese Version zum ersten Mal Zielscheibe der Hacker, die sich bislang auf ältere Versionen des Google-Betriebssystems einschossen.

Die neu aufgetauchte Malware soll ein schwerwiegendes Sicherheitsrisiko darstellen. Sie kann ein Android-System rooten oder vollständig kompromittieren, wie die Sicherheitsforscher der North Carolina State University und das Pekinger Sicherheitsunternehme NetQin Mobile Security mitteilten. Die Forscher nennen das Exploit “GingerMaster”.

Verteilt werde die Malware, indem Hacker eine Anwendung mit dem Schadcode infizieren, und sie über eine vielfrequentierte Download-Seite unter neuem Namen verteilen. Lädt ein Nutzer diese App, dann bekommen die Hacker die vollständige Kontrolle über das Gerät. Schließlich greift die Malware persönliche Informationen aus dem Handy ab, wie etwa Geräte-ID, Telefonnummer und andere Informationen, und senden diese an einen Server.

Über diesen Command and Control-Server können die Hacker das gekaperte Gerät auch anweisen, weitere Malware oder Apps herunterzuladen. Die Forscher warnen Android-Nutzer vor diesem noch wenig bekannten Schädling und rufen zur Wachsamkeit auf.

Immer wieder gelingt es Hackern, infizierte Programme in den Android-App-Store hochzuladen. Google hat dieses Jahr deshalb bereits über 80 Anwendungen aus dem App Store verbannt. Doch auch wenn Google die Sicherheit im eigenen App Store gewährleisten kann, tauchen auf alternativen Märkten immer wieder schädliche Apps auf.

Nachdem Android als Betriebssystem immer beliebter wird, stürzen sich auch vermehrt Hacker auf die Plattform, wie zum Beispiel McAfee im aktuellen Quartalssicherheitsbericht angibt.

Silicon-Redaktion

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