Hinter der Plattform stehen holländische Netzaktivisten, die gelöschte Politiker-Tweets sammelt und veröffentlicht. Die Webseite listet auf, was Politiker aus 13 Ländern gerne für immer gelöscht hätten.
Die Gründe dafür, warum der Lösch-Button gedruckt wurde, sind vielfältig. Von Rechtschreibfehlern bis zu inhaltlichen Verfehlungen. Die US-Version der Seite ist neu. Ein gelöschter Tweet offenbart hier beispielsweise, dass sich US-Senator John McCain nach dem Wahlsieg von Wladimir Putin über dessen Tränen spottete – aber das dann doch lieber gelöscht hat. Dachte er zumindest.
Ein Blick auf die deutsche Version von Politwoopsoffenbart jedoch, dass nicht alle Fundstücke der Plattform richtig sind. So hat der FDP-Politiker Christian Lindner angeblich einen Tweet gelöscht, in dem es um eine Verwechslung durch den TV-Moderator Stefan Raab ging. Tatsächlich findet sich dieser Tweet aber in der Timeline des Politikers.
“Auch in der prä-online Zeit waren Kampagnen nicht vor Fehlern gefeit. Heute rächt sich das aber mehr als früher”, so sagt Thomas Hofer von H&P Public Relations gegenüber pressetext. ” Ein österreichischer Journalist hat einst gesagt, das Archiv sei die Rache des Journalisten. Heute gilt das für alle Menschen. Politiker müssen damit leben, dass ‘Message Control’ immer schwieriger wird, auch für große, professionelle Teams. Wenn ein Fauxpas passiert, sollten Politiker dazu stehen und sich entschuldigen. Das Löschen von Tweets weckt unweigerlich das Interesse von Journalisten, Wachhunden und Konkurrenten.”
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