Seit 2008 bietet Ubuntu ergänzend zu den verschiedenen Betriebssystem-Versionen auch die Verwaltungs-Suite Landscape, mit der sich mehrere Rechner in einem Unternehmen verwalten, pflegen und aktualisieren lassen.

Mit der Version 12.09 lassen sich nun schneller und einfacher als bisher systemweite Updates durchführen. Zum ersten Mal ist es in dieser Version auch das so genannte Bare Metal Provisioning möglich, bei dem das Betriebssystem direkt auf dem Client über ein Netzwerk installiert wird.

Dafür greift Canonicals MaaS-Service (Metal-as-a-Service) auf Intels PXE, dass Prebook Execution Environment, zurück. Über PXE lassen sich alle Rechner über ein Netzwerk starten und verwalten. Über den Support für PXE ist es nun mit Landscape möglich, sehr schnell auch über große Strecken hinweg, Ubuntu-Betriebssystem aufzuspielen. Die Lösung unterstützt nun übrigens laut Hersteller bis zu 40.000 Clients.

Über eine programmierbare Schnittstelle lassen sich nun auch andere System-Management-Lösungen mit der Web-basierten Nutzerschnittstelle von Landscape verbinden. So lassen sich zum Beispiel auch autmatisierte Workflows in Sprachen wie Python verfassen. Ein Beispiel etwa wäre ein Skript, das über das Open Source Infrastruktur Monitoring Tool Nagios eine Meldung in Landscape absetz, wenn ein Server offline geht.

Diese API hilft jedoch auch bei der Integration von anderen Management-Tools, zum Beispiel mit Legacy-Systemen.

Neben weiteren neuen Compliance-Funktionen gibt es jetzt das Feature RBAC, das ‘Role-based Access Control’ verspricht. Damit kann genau festgelegt werden, welche Schritte jeder Landscape-Nutzer tun darf und welche nicht. Neu ist auch, dass einzelnen Clients auch verschiedene Policies bekommen können. So lässt sich zum Beispiel festlegen, dass ein Update nur nachts aufgespielt wird, um die Performance nicht zu schmälern.

Auch wenn Canonical mit Ubuntu einer der Vorreiter quelloffener Software ist, so ist die Verwaltungssoftware proprietär und kann zudem nur über das Ubuntu Advantage Service Package bezogen werden.

Redaktion

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