Oracles aktuelle Laufzeitumgebung Java 8 läuft auch unter Windows XP. Im Juli 2014 hatte der Hersteller die Unterstützung für das 14 Jahre alte Microsoft-Betriebssystem eingestellt. Allerdings kündigte es damals an, weiterhin Updates für XP-Nutzer bereitzustellen. Dabei bezog es sich aber nur auf Version 7.
Henrik Stahl, für das Java-Produktmanagement zuständiger Vice President bei Oracle, erklärte der Hersteller sei mit Version 8 der Laufzeitumgebung in Verbindung mit XP auf Probleme gestoßen. “Es gibt einige Kompatibilitätsprobleme mit Java 8 unter Windows XP, da es keine offiziell unterstützte Konfiguration ist. Wir suchen nach Wegen, diese zu lösen.”
Offenbar erzielte Oracle einen Durchbruch, denn die aktuelle Version Java 8 Update 40 lässt sich wie die Vorgängervariante unter Windows XP installieren und betreiben. Jedoch rät das Unternehmen, das Betriebssystem zu aktualisieren, da es offiziell von Microsoft nicht mehr unterstützt werden.
Der Softwarekonzern aus Redmond hat am 8. April 2014 die Unterstützung von Windows XP eingestellt. Microsoft will, dass Nutzer auf die Versionen Windows 7 oder Windows 8 umsteigen. Dabei weist es auf die verbesserten Sicherheitsstandards der neueren Windows-Betriebssysteme hin. Unter Windows XP lassen sich diese jedoch zum Teil aktivieren. Auf diese Weise lässt sich das fast 14 Jahre alte Betriebssystem durchaus sicher betreiben. Darüber hinaus gelten die von Microsoft beschworenen Gefahr-Szenarien auch für neuere Windows-Versionen
Außerdem können Windows-XP-Nutzer über einen Registry-Hack weiterhin Updates für ihr Betriebssystem beziehen. Durch eine Modifikation der Windows-Systemdatenbank gibt sich XP als Embedded POSReady 2009 aus und profitiert dadurch vom bis 2019 andauernden Support der für Automaten optimierten XP-Variante.
Da diese mit der Standard-Version kompatibel ist, lassen sich Updates unter Windows XP installieren. Mit jedem XP-Rechner funktioniert das jedoch nicht, aber wohl mit den allermeisten. Die virtuelle Maschine auf Basis von XP der Kollegen von ZDNet akzeptiert die Aktualisierungen für POSReady-Systeme seit Monaten anstandslos.
Selbst die Freak-Lücke hat Microsoft mit dem Update KB3046049 für das 2001 erschienene Betriebssystem geschlossen – das ist dem Softwarekonzern für die Technical Preview von Windows 10 bis jetzt noch nicht gelungen.
[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]
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