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CIOs sollten sich auf 20 Prozent Teuerung einstellen

Das Marktforschungsinstitut Gartner warnt vor einem deutlichen Preisanstieg bei Produkten, die in US-Dollar gehandelt werden. So hätten 2015 bislang Euro, Yen und der brasilianische Real gegenüber dem US-Dollar etwa 20 Prozent an Wert verloren.

Produkte, deren Preise in US-Dollar festgesetzt sind werden dadurch für die Käufer in diesen Regionen teurer. Daher rät Gartner CIOs ihre Budgets für 2015 und auch darüber hinaus zu überarbeiten und zudem die Teuerung von etwa 20 Prozent mit in die Budgets einzuberechnen.

“Wir gehen davon aus, dass diese Entwertung noch mindestens bis Ende 2016 anhalten wird”, kommentiert Roberto Sacco, Research Director bei Gartner. “Für den CIO ist es jetzt vor allem wichtig, bis zum zweiten Quartal 2016 Projekte zu planen.”

Am besten man nimmt die Preissteigerung für Dollar-basierte Produkte an und entwirft einen Plan, wie man damit zurecht kommt”, so Sacco weiter und er ergänzt: “Diese Herausforderung wird durch gute Planung und nicht durch Schnellschüsse gemeistert.”

Diese Preissteigerung wird auch Server- und Hardware-Käufe betreffen. Zudem sei nicht davon auszugehen, dass Hersteller die Hardware mit Verlusten verkaufen, daher sei auch nicht mit Spielraum bei Preisverhandlungen zu rechnen.

Um umfassende Verluste zu vermeiden würden derzeit Hersteller das Pricing von lokalen Währungen anpassen. “Um das für die Anwender aber zu verschleiern, nehmen viele Anbieter neue Bündelungen vor – sie verändern den Mix inkludierter Module wie Training oder Installations-Hilfen”, so Sacco weiter.

Auch Software-Produkte werden sich voraussichtlich um ein Fünftel verteuern, da US-Anbieter ihre Produkte vermutlich bei Neuverhandlungen entsprechend anpassen werden. Gleichzeitig könnten aber auch europäische Software-Anbieter ihre Preise in Bereichen anheben in denen sie keinen Konkurrenzkampf wollen.

Die Dollar-Stärke schlägt sich auch bereits in den Quartalszahlen der Anbieter nieder. Europäische Unternehmen wie etwa SAP können davon profitieren. US-Hersteller hingegen tun sich beim Auslandsgeschäft dadurch schwerer.

Es gelte Risiken, Möglichkeiten und Finanzierung dieser Veränderung auszuloten und wie sich die Auswirkungen minimieren lassen. Dann sollte ein Plan mit dem CFO abgeglichen werden.

Sacco warnt auch davor, die Auswirkungen zu unterschätzen. Ohne Vorbereitung könnten bei den jährlichen Verlängerungen und Vorschlägen Überraschungen lauern, die schlimmstenfalls in einem Lieferstopp münden könnten.

Redaktion

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