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IoT-Lösung von Dell und Software AG

Mit einer neuen IoT-Architektur wollen die Software AG und Dell künftig gemeinsam eine Lösung für die Analyse von Datenströmen am Netzwerkrand anbieten. Die Lösung konzentriert sich auf den Einsatz nahe bei Geräten und Sensoren für das Internet der Dinge (IoT).

Das “Real-time Complex Event Processing at the Edge” basiert auf dem Edge Gateway 5000 von Dell. Das Gateway ist für den Einsatz am Netzwerkrand ausgelegt und hält auch extremen Bedingungen stand. Die Dell-Hardware ist mit der Streaming-Analytics-Lösung Apama der Software AG ausgerüstet.

Anwender können über diese Architektur den Einsatz von zentralen Servern und damit Kosten reduzieren. Zudem sollen dank der neuen Architektur Analyse-Funktionen in IoT-Projekten schnell zu einsetzbar werden.

Die APAMA Streaming-Analytics Lösung der Software AG ermöglicht In-Memory-Datensammlung, Patternerkennung und Analyse sowie Visualisierung. (Bild: Software AG)
Die APAMA Streaming-Analytics Lösung der Software AG ermöglicht In-Memory-Datensammlung, Patternerkennung und Analyse sowie Visualisierung. (Bild: Software AG)

In den nächsten vier Jahren soll die Zahl der installierten Sensoren auf 15 bis 40 Milliarden anwachsen. Daher kommt dem Thema Echtzeit-Streaming-Analytics – für automatische Entscheidungen und Reaktionen – im Bereich IoT eine besondere Bedeutung zu. Die Sammlung von Daten sollte so nahe wie möglich am Netzwerkrand und möglichst nah am Entstehungsort der Daten platziert werden.

Über eine verteilte Architektur lassen sich bei der Echtzeit-Analyse von Datenströmen nicht nur Latenzzeiten bei Echtzeit-Ereignisse, sondern auch Netzwerkverkehr sowie die zentrale Rechnerleistung reduzieren, die ansonsten durch die Verarbeitung der Daten aus den Sensoren anfallen würden. Die gemeinsame Architektur ist vollständig skalierbar. So können Unternehmen Entscheidungen wahlweise am Netzwerkrand oder innerhalb eines Rechenzentrums treffen.

Diese erste gemeinsame Lösung von Dell und Software AG hat derzeit den Schwerpunkt bei Predictive Maintenance. Jedoch sollen weitere Anwendungsfälle in Arbeit sein, teilen die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit.

“Gemeinsam mit Dell erschließen wir durch niedrige Kosten und eine schnelle Einführung einem breiten Anwenderkreis den Wettbewerbsvorteil, der durch das IoT erreicht werden kann”, kommentiert Frank Schiewer, SVP Global Alliances & Channel der Software AG.

Dell und Software AG haben auch den Predictive Maintenance Blueprint “Six steps to using the IoT to deliver maintenance efficiency” erstellt, um wichtigste Herausforderungen zu adressieren. In diesem Blueprint geht es vor allem darum, schnelllebige Daten etwa für das Auslösen eines Alarms oder für automatisierte Reaktionen zu verwerten. Nur die wichtigsten Daten werden dabei an nachgelagerte Dienste in die Cloud übertragen. Zudem lassen sich diese Datensätze auch mit historischen Daten abgleichen. Damit können Unternehmen auch langfristige Trends ablesen.

“Gemeinsam mit Partnern wie der Software AG erleichtern wir Unternehmen jeder Größe den IoT-Markteintritt und verkürzen den Zeitraum für die Implementierung von IoT-Analysesoftware signifikant. Das heißt, die Erwartungen, die mit dem IoT verbunden sind, können schnell und effizient erfüllt werden, und IoT kann tatsächlich einen Beitrag zum Wirtschaftswachstum leisten“, so Jason Shepherd, Director, Strategy and Partnerships bei Dell.

Redaktion

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