Intel hat ein neues System-on-a-Chip (SoC) namens Alder Lake vorgestellt. Es ist der erste Prozessor der Unternehmens, der auf Leistung und auf Effizienz optimierte Kerne kombiniert.
Der Effizienz-Kern von Alder Lake, Codename Gracemont, soll eine um 40 Prozent höhere Single-Thread-Performance liefern als die Ende 2015 eingeführten Skylake-Chips, jedoch nicht mehr Energie verbrauchen. Intel weist zudem darauf hin, dass durch den neuen Fertigungsprozess Intel 7, der zuvor als 10 Nanometer Enhanced Super Fin bezeichnet wurde, vier Kerne genauso viel Platz benötigen wie ein Skylake-Kern.
Gegenüber der elften Core-Generation Cypress Cove soll indes der Leistungskern von Alder Lake – Codename Golden Gove – eine um 19 Prozent höhere Performance bieten. Ermöglicht wird diese unter andrem durch eine verbesserte Branch Prediction und einen schnellere Level-1-Cache.
Für die Abstimmung zwischen Betriebssystem und den Alder-Lake-Kernen ist ein Thread Director genannter Scheduler verantwortlich. Er wurden in Zusammenarbeit mit Microsoft entwickelt, um ihn für Windows 11 zu optimieren. “Thread Director ist direkt in die Hardware integriert und liefert Low-Level-Telemetrie über den Zustand des Kerns und den Befehlsmix des Threads, wodurch das Betriebssystem in die Lage versetzt wird, den richtigen Thread zur richtigen Zeit auf dem richtigen Kern zu platzieren”, teilte Intel mit.
Alder-Lake-Prozessoren wird es in verschiedenen Konfigurationen geben – geplant ist unter anderem ein Desktop-Modell mit acht Performance- und acht Effizienz-Kernen, die zusammen 24 Threads ausführen: zwei Threads pro Leistungs-Kern und ein Thread pro Effizienz-Kern. Zudem unterstützt Alder Lake DDR5- und DDR4-RAM sowie PCIe Gen 5 mit 16 Lanes. Das Alder-Lake-Portfolio soll auch Prozessoren für Notebooks umfassen, mit einer Leistungsaufnahme zwischen 9 und 125 Watt.
Konkrete Produkte kündigte Intel indes nicht an. Auch fehlt noch ein Termin für den Marktstart. Abzuwarten bleibt auch, welche Vorteile die Kombination von Leistungs- und Effizienz-Kernen in einem SoC in Bezug auf den Energieverbrauch hat. Schon jetzt können Prozessoren je nach Auslastung des Betriebssystems niedrigere Leistungszustände annehmen, um den Strombedarf zu senken.
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