Microsoft meldet Gewinnsprung von 48 Prozent im ersten Fiskalquartal

Microsoft hat die Bilanz für das erste Fiskalquartal 2022 veröffentlicht. 45,32 Milliarden Dollar entsprechen einem Umsatzzuwachs von 22 Prozent. Der Gewinn kletterte gar um 48 Prozent auf 20,51 Milliarden Dollar oder 2,71 Dollar je Aktie. Darin ist jedoch ein einmaliger Steuervorteil von fast 3,3 Milliarden Dollar enthalten.

Aber selbst abzüglich dieses Betrags übertrifft der Softwarekonzern die Erwartungen von Analysten deutlich. Sie hatten einen Profit je Aktie von 2,07 Dollar bei Einnahmen von 43,97 Milliarden Dollar vorhergesagt. Anleger bewerteten das Quartal infolge durchweg positiv. Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs der Aktie um weitere 2 Prozent auf 316,90 Dollar – was mehr als 4 Dollar über dem noch aktuellen 52-Wochen-Hoch von 312,40 Dollar liegt.

Die Cloud-Sparte festigte auch im abgelaufenen Quartal ihre Position als wichtigstes Umsatzbringer von Microsoft. Ihre Einnahmen verbesserten sich um 31 Prozent auf 17 Milliarden Dollar. Während die operativen Kosten in dem Bereich laut Microsoft um 13 Prozent zulegten, erhöhte sich der operative Gewinn um 39 Prozent auf 7,56 Milliarden Dollar.

Die Productivity and Business Processes Group erwirtschaftete einen Überschuss von 7,58 Milliarden Dollar (plus 22 Prozent) bei Einnahmen von 15 Milliarden Dollar (plus 22 Prozent). Während im Business-Segment die Office-365-Umsätze zulegten, schrumpften die Office-Umsätze um 13 Prozent, was Microsoft zufolge den Wechsel hin zu Cloud-Angeboten unterstreicht.

Die klassische Windows-Sparte, die More Personal Computing Group, erzielte ebenfalls einen zweitstelligen Umsatzzuwachs. Das operative Ergebnis wurde indes durch Ausgaben für Windows Marketing und Gaming belastet und erhöhte sich lediglich um 7 Prozent auf rund 5 Milliarden Dollar.

Im laufenden zweiten Quartal rechnet Microsoft nun mit Einnahmen zwischen 50,15 und 51,05 Milliarden Dollar. Das würde einem Umsatzplus von bis zu 18 Prozent entsprechen.

Stefan Beiersmann

Stefan unterstützt seit 2006 als Freier Mitarbeiter die Redaktionen von Silicon.de und ZDNet.de. Wenn andere noch schlafen, sichtet er bereits die Nachrichtenlage, sodass die ersten News des Tages meistens von ihm stammen.

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